100 Jahre Frauenwahlrecht – wo stehen wir heute?

15.11.2018 Veranstaltung
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Unter der Überschrift „100 Jahre Frauenwahlrecht – wo stehen wir heute?“ haben die Arbeitsgemeinschaften sozialdemokratischer Frauen (AsF) des Rheinisch-Bergischen Kreises und der Stadt Bergisch Gladbach in das Kulturhaus Zanders eingeladen.

Christiane Bornmann, Vorsitzende der AsF Rheinisch-Bergischer Kreis, begrüßte das weibliche Publikum und machte deutlich, dass es bis zur völligen Gleichstellung von Frauen und Männern noch viel zu tun gäbe. Nach einem historischen Rückblick und der Vorstellung einiger Biografien wichtiger Frauen wie Marie Juchacz oder Regine Hildebrandt  im Kampf um die Gleichstellung von Frau und Mann, warf Eva Pohl, Vorsitzende des DGB – Regionsfrauenausschusses Köln/Bonn, einen Blick auf die Beteiligung von Frauen im gesellschaftlichen und politischen Leben.

Ute Stauer, Vorsitzende der AsF Bergisch Gladbach, verbindet mit dem Frauenwahlrecht einen Meilenstein auf dem langen Weg zur Gleichberechtigung. Die Veranstaltung zeigte deutlich, dass viele Themen, die im 19. und 20. Jahrhundert hart erkämpft wurden, heute immer noch nicht selbstverständlich sind. Das Recht auf gleiche Bezahlung von Frauen und Männern ist weiterhin ein präsentes Thema.

Eva Pohl machte in ihrem Vortrag und der anschließenden Diskussion deutlich, dass der Anteil der Frauen im Landtag Nordrhein-Westfalens und im deutschen Bundestag wieder gesunken sei. Die Gründe hierfür sind sehr vielfältig und zeigen, dass das Thema Gleichstellung von Frauen und Männern ein gesamtgesellschaftliches Problem ist, dass es zu lösen gilt.

Christiane Bornmann lobte den Abend als eine „gute Veranstaltung, die den Kampf ums Frauenwahlrecht gut dargestellt hat. Auch die Umsetzung und die Gefahr, dass das Frauenwahlrecht heute als Selbstläufer gesehen wird kamen in der Diskussion deutlich zur Sprache. Fazit: Es gibt noch viel zu tun bis zur völligen Gleichstellung von Frauen und Männern.“