Pressemitteilung:
18. November 2011
Wahlkampfendspurt: SPD-Chef Gabriel kam, um Gerhard Zorn zu unterstützen
Viel Politprominenz kam bisher zur Unterstützung des SPD-Landratskandidaten Gerhard Zorn in den Rheinisch-Bergischen Kreis. Und nach SPD-Landeschefin und Ministerpräsidentin Hannelore Kraft letzten Samstag war es heute sogar SPD-Bundeschef Sigmar Gabriel persönlich.
In der Aula des Rösrather Schulzentrums verteilte er zwei ganz unterschiedliche Komplimente an Gerhard Zorn, der beruflich häufiger in Gabriels Heimatstadt Goslar war.
„Wer es als Reisender viermal im Jahr und auch im Winter am Rande des Harzes aushält, muss so robust sein, dass er auch als Landrat im Rheinland tauglich ist. Und wer in der kirchlichen Jugendarbeit mit ehrenamtlichem Engagement begonnen hat, der kennt die Menschen und weiß, wie man ihre Interessen vertritt.“ So Sigmar Gabriel über Gerhard Zorn. Und dann erhielt er auch ganz viel Beifall für einen parteiübergreifenden Appell: „Egal ob Sie am Sonntag SPD, CDU, Grüne oder Linke wählen – bitte gehen Sie auf jeden Fall zur Wahl und sorgen Sie mit vielen Stimmen für Demokraten dafür, dass extreme Rechte wenig Prozente bekommen.“ Gabriel äußerte sich sehr betroffen über die jüngst bekannt gewordenen Nazi-Morde in Deutschland. Das habe viel mit Kommunalpolitik zu tun, wenn man nach den Ursachen forscht.
Rechtsradikale dringen in gesellschaftliche Bereiche ein, die die Politik vorher „sozial entkernt“ habe. Wo der Staat sich zurückziehe, indem er soziale und kulturelle Einrichtungen schließt und alles Privaten überlässt, herrsche schnell das Recht des Stärkeren, und die Schwächeren suchen Auswege bei populistischen Heilsbringern. Deswegen muss der Staat die Städte und Kreise finanziell unterstützen, statt diese – wie unter der CDU-Regierung Rüttgers in NRW – brutal auszubluten.
Das alles koste viel Geld, weshalb man keine Steuersenkungen beschließen dürfe, von denen die Wohlhabendsten am meisten profitieren und die auch Länder und Kommunen bezahlen müssten.
Ganz im Sinne von Gerhard Zorn, der zwei verbindliche Zusagen für den Fall seiner Wahl unterstrich:
Keine Kürzungen bei Kindern und bei Bildung. Und: Zorn bleibt die volle Amtszeit im Kreis.
Am Rande der Veranstaltung trug sich der SPD-Parteivorsitzende Sigmar Gabriel in Gegenwart von Rösraths Bürgermeister Marcus Mombauer das goldene Buch der Stadt Rösrath ein.